Heizkosten sparen

Viele Menschen machen sich angesichts der steigenden Energiepreise Gedanken über ihren aktuellen Gasverbrauch und die kommende Heizperiode 2022/2023. Schon mit ein paar kleinen Veränderungen der persönlichen Gewohnheiten lassen sich die eigenen Kosten teils deutlich senken, ohne Komfort einzubüßen.

Das Statistische Bundesamt hat für 2019 errechnet, dass rund 70 Prozent unserer Energiekosten auf das Heizen entfallen. Für Warmwasser werden 15 Prozent, für Licht gerade einmal 1,4 Prozent verbraucht. Das größte Einsparpotential besteht, wenn wir Heizenergie einsparen.

 

bis zu 15 Prozent sparen - Heizkörper nicht verdecken!

Möbel nicht direkt vor die Heizung stellen. Wenn nicht anders möglich, 10cm Zwischenraum lassen, damit die warme Luft zirkulieren kann. Statt bodentiefer Gardinen und Vorhänge besser kürzere verwenden oder zur Seite raffen, so dass die Heizkörper nicht verdeckt werden.

bis zu 12,5 % sparen - Stoßlüften statt Fenster kippen!

2-4 Mal am Tag für 5-10 Minuten Stoßlüften, statt Fenster dauerhaft zu kippen. Der Luftaustausch erfolgt schneller, Raum und Wände kühlen nicht zu lange aus - das vermeidet Schimmelbildung. Frische Luft erwärmt sich übrigens schneller als abgestandene Luft.

Generell: Fenster auf - Heizkörper aus!
Während Sie lüften oder das Fenster beispielsweise beim Kochen geöffnet haben, sollten die Heizkörper heruntergedreht werden.

bis zu 10 Prozent sparen - Thermostatventile installieren!

Thermostatventile regeln die Temperatur bei Abwesenheit oder nachts für jeden Raum individuell. Auch Mieter können eigenen Ventile anbringen. Die Anschaffungskosten rechnen sich je nach Modell bereits im ersten Jahr.

6 Prozent sparen - Raumtemperatur prüfen!

Von der Wettervorhersage kennen wir bereits die „gefühlte“ und die „tatsächliche“ Temperatur. Prüfen Sie die Raumtemperaturen daher mit einem Thermometer. Die Deutsche Energie-Agentur dena empfiehlt für Wohnräume 19-21°C., für Flur, Schlafzimmer und Küche 15-18 °C. Eine Temperatur von ca. 20°C. erreicht man beispielsweise, wenn das Heizungsthermostat auf Stufe 2-3 steht.

Wichtig: Für eine gleichmäßige Wärme sorgen! Das Thermostat sollte auf einer gewählten Stufe die Wärmeeinstellung halten. Ständiger Wechsel zwischen Stufe 1 und Stufe 5 führt zu einem Mehrverbrauch.

Jedes Grad weniger spart 6 Prozent Energie. Bei einem jährlichen Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden spart man aktuell rund 100 Euro im Jahr.

20 - 40 Prozent sparen - Heizung modernisieren!

Das größte Einsparpotential bringt die Modernisierung einer alten Heizungsanlage. Beim Einsatz neuester Brennwerttechnik wird beispielsweise sogar die Abwärme des Abgases genutzt. Die Anlagen rechnen sich durch die hohen Einsparungen sehr schnell.

Wo kann ich noch sparen?

  • Wärmebrücken finden und abdämmen
    Insbesondere ältere Gebäude verlieren zu viel Wärme. Diese Wärmeverluste kann man mit einer Wärmebildkamera sichtbar machen. Fragen Sie nach unserer Thermografie-Aktion! Wir vermitteln Ihnen Fachleute, die mögliche Wärmeverluste an Ihrem Gebäude finden. Eine notwendige neue Dämmung rechnet sich schnell, häufig gibt es Fördermittel. Übrigens entsteht an Wärmebrücken, an denen kalte auf warme Luft trifft, häufig Schimmel.
  • Türen schließen, Rollläden runter
    Bei Dunkelheit sollten Rollläden geschlossen werden. Sie verstärken die isolierende Funktion der Fenster. Vorhänge nachts zuziehen. Türen zu weniger genutzen Räumen sollten geschlossen bleiben. Sie werden sonst unnötig mitgeheizt. Prüfen Sie zusätzlich Spalten und Fugen an Türen und Fenstern und dichten sie diese ab. Spätestens, wenn Sie Zugluft spüren. Auch Zugluftstopper helfen.
  • Heizung entlüften
    Gluckert es im Heizkörper oder wird er nicht gleichmäßig war, stört Luft die Heizwirkung. Das Entlüften der Heizung über das seitliche Entlüftungsventil spart etwa 25 Euro im Jahr. Dafür: Becher unter das Ventil halten, Ventil aufdrehen, warten bis Luft entweicht und nur noch Wasser austritt, Ventil zudrehen.
  • Heizung regelmäßig warten lassen
    Ein nicht optimal eingestellter Brenner und selbst geringe Rußablagerungen verursachen Mehrkosten von rund 5 Prozent.
  • Kuschelpulli statt T-Shirt
    Warme Kleidung und dicke Socken sind nicht nur gemütlich - man spart auch Heizkosten. Mit T-Shirt im Winter dreht man die Heizkörper schnell höher, weil man friert. Die Kleidung sollte zur Jahreszeit passen.
Einsparpotentiale für Ihr Gebäude kann Ihnen auch unser Sanierungsfahrplan aufzeigen. Mit unserem Sanierungsfahrplan erhalten Sie schwarz auf weiß einen Maßnahmenkatalog mit Ihren individuellen Sanierungsmöglichkeiten, inklusive der derzeit verfügbaren Fördermittel. HIER finden Sie alle wichtigen Informationen dazu.