Wasser sparen

 

WASSER IST LEBEN

Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Streng kontrolliert ist es in Deutschland von ausgezeichneter Qualität und für uns alle durch nichts zu ersetzen. Reines Trinkwasser wird aber auch zum Wäschewaschen, Duschen, Baden, Putzen oder Blumengießen verwendet.

Verglichen mit den Preisen für im Handel erhältliches Trinkwasser kostet Wasser „aus der Leitung“ nur einen Bruchteil. Legt man für Wasser in Flaschen einen Literpreis von etwa 50 Cent zugrunde und vergleicht dies mit einem Literpreis für Leitungswasser von etwa 0,2 Cent, würde man beispielsweise bei einem jährlichen Wasserverbrauch von 2.500 Litern nur zum Trinken, Kochen und Zähne putzen rund 1.000 Euro aufwenden – für Leitungswasser nur etwa 5,- Euro.

Der sparsame Umgang mit dem Lebensmittel Trinkwasser lohnt sich trotzdem. Neben der finanziellen Ersparnis für den eigenen Geldbeutel gewinnt insbesondere der Schutz unserer Wasserressourcen immer mehr an Bedeutung. Wir alle können auch ohne großen technischen Aufwand wirksam Wasser sparen:

Durchschnittlich 120 Liter Trinkwasser verbraucht jeder von uns pro Tag:  
Speisen und Getränke   4 Liter
Garten/Blumen gießen    4 Liter
Geschirrspüler   7 Liter
Haushalt und Autopflege   7 Liter
Wäsche waschen 15Liter
Toilettenspülung 35 Liter
Körperpflege 48 Liter
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Wasser ist Leben

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Trinkwasser

 

Zuhause

Den größten persönlichen Wasserverbrauch verursachen Körperpflege und Toilettenspülung.

Hier gibt es zahlreiche, leicht umzusetzende Einsparungsmöglichkeiten:

  • für die Toilettenspülung nur Spülkästen mit Spartaste und/oder Wasser-Stopp zum Nachrüsten verwenden – das spart bis zu 50% Wasser
  • Duschbad statt Vollbad nehmen – spart 50-60% Wasser
  • Duschstopp in der Dusche installieren und Perlatoren (Wasserspareinsätze) für alle Armaturen verwenden – spart bis zu 40% Wasser. Hierbei auf Eignung der Perlatoren für Niederdruck- und Hochdruckarmaturen achten!
  • Einhebelmischer und/oder Armaturen mit Sensor verwenden
  • generell beim Duschen, Rasieren, Zähneputzen, Händewaschen nicht ungenutzt Wasser laufen lassen, sondern zwischendurch das Wasser abstellen
  • tropfende Wasserhähne durch den Einsatz von neuen Dichtungen vermeiden – hier spart man schnell 200 Liter pro Monat

Auch im übrigen Haushalt lässt sich Wasser sparen:

  • der Geschirrspüler arbeitet effektiver und sparsamer als die Reinigung von Hand und man spart zusätzlich Zeit. Vergleichen Sie die benötigte Wassermenge von ca. 7 Litern für den komplett gefüllten Geschirrspüler mit der Wassermenge von ca. 10 Litern für einen Abwasch von Hand. Vorspülen ist beim Geschirrspüler nicht notwendig
  • Waschmaschinen möglichst nur voll beladen benutzen, die „Handbreit Platz“ muss dabei nicht sein. Die Maschine darf ruhig „gut gefüllt“ sein. Die Temperatur dabei möglichst niedrig einstellen und Waschmittel korrekt dosieren – mehr Schaum benötigt auch mehr Wasser zum Spülen
  • Hochdruckreiniger werden besonders gerne von Männern verwendet, doch pro Stunde verbraucht dieser bis zu 500 Liter reines Trinkwasser – oft reichen zum Reinigen auch der klassische 10-Liter-Eimer Wasser, Reinigungsmittel und ein guter Putzlappen

Im Garten bieten sich weitere Einsparpotenziale:

  • Regentonnen für das Auffangen von Regenwasser verwenden
  • möglichst in den Abendstunden Blumen gießen und Rasen bewässern, dabei Tropfschläuche statt Rasensprenger bevorzugen
  • ein kurz gehaltener Rasen trocknet schneller aus und muss öfter bewässert werden – lieber etwas wachsen lassen
  • Generell lohnt sich oft schon nach kurzer Zeit der Einsatz neuerer, energiesparender Haushaltsgeräte im Vergleich zu älteren Geräten, die schon 5, 10 oder noch mehr Jahre im Haushalt verwendet werden. Hier informiert man sich am besten im Fachhandel und lässt sich passend zum persönlichen Bedarf beraten
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Sparpotenzial Badezimmer

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Geschirrspüler arbeiten effektiver

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Sparsame Gartenbewässerung

 

Unterwegs

Im Urlaub ist alles „All Inclusive“ und auf der Arbeit übernimmt die Firma die Energiekosten – da sind die guten Vorsätze schnell dahin. Bedenken Sie jedoch, dass steigender Energieverbrauch und steigende Energiekosten auch die Preise für Urlaubsreisen und Hotelaufenthalte mittelfristig ansteigen lassen – auf Ihre Kosten. Auch Ihr Arbeitgeber hat durch steigende Energieausgaben weniger Gewinn, der in Gehaltserhöhungen oder wichtige Investitionen fließen könnte. Wer glaubt, außerhalb seines eigenen persönlichen Bereichs sei alles umsonst, vergisst, dass wir letztendlich alle für die Kosten, die wir verursachen, auch bezahlen müssen.

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Alles inklusive - auf Ihre Kosten

 

Virtuelles Wasser

Virtuelles Wasser ist für uns nicht sichtbar. Als virtuelles Wasser bezeichnet man ganz generell die Wassermengen, die für die Herstellung von Produkten benötigt werden. Dies gilt für Erzeugung von Lebensmitteln ebenso wie für technische Produkte und alle weiteren Produkte des täglichen Bedarfs.

So viel Liter Wasser werden zur Herstellung dieser Produkte benötigt: *
1 Scheibe Käse        100 Liter
1 Ei        200 Liter
1 Glas Milch        200 Liter
1 Hamburger     2.400 Liter
1 kg Schweinebraten     4.800 Liter
1 kg Rinderbraten   15.455 Liter
1 Jeans   11.000 Liter
1 Computer   20.000 Liter
1 Neuwagen 400.000 Liter
*weltweite Mittelwerte, Quelle: Vereinigung Deutscher Gewässerschutz e.V

 

Viele weitere Beispiele hierzu finden Sie auf der Seite:

Vereinigung Deutscher Gewässerschutz e.V.

Die Industrie reagiert nur auf unsere Nachfrage. Jeder kann durch sein persönliches Einkaufsverhalten und seine Lebenseinstellung in diesem Bereich noch viel mehr Wasser einsparen, als er es mit dem privaten Wasserverbrauch zuhause könnte.

Zusätzlich lässt sich natürlich mit größerem technischem Aufwand und durch finanzielle Investitionen beispielsweise durch Brunnenbau im eigenen Garten oder die Warmwasserversorgung über Photovoltaikanlagen auf dem Dach ganz individuell noch mehr Wasser sparen. Doch auch die kleinen Dinge im Leben und geringfügige Änderungen im persönlichen Lebensstil schonen unsere Wasserressourcen.

Weitere Informationen rund ums Thema Wasser finden Sie hier:

Bundesministerium für Wasser, Abfall und Boden
Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
DVGW Deutsche Vereinigung des Gas- und Wasserfaches e.V.
Energiesparen im Haushalt
Forum Trinkwasser
Tipps zum Schutz unseres Wassers
Wasser und Planzenschutz
Trinkwasserverordnung
Wasser macht Schule
Trinkberater
Trinkfit - mach mit!
Zentralverband Sanitär Heizung Klima
Kompetenzzentrum Wasser Berlin
Vereinigung Deutscher Gewässerschutz e.V.
Lexikon - Wasser

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Virtuelles Wasser