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Trinkwasser - Wasserschutz durch Genuss
Trinkwasser - Wasserschutz durch Genuss

- Bindung Tierhaltung eng an hofeigene Futtergrundlage

- Ausweitung des ökologischen Landbau in den Wasserschutzgebieten

- Pilotprojekt EGEA sucht neue Absatzwege für Öko-Produkte
Neben den gewässerschonenden Wirtschaftsweisen der konventionellen Landwirtschaft ist auch der ökologische Landbau ein wichtiger Baustein zur Bewahrung unbelasteteter Trinkwasservorkommen.
Denn hier sind leicht wasserlösliche Stickstoffdünger verboten. Sie gelten in Verbindung mit intensiver Tierhaltung als Hauptverursacher von Nitratbelastungen im Grundwasser.
Im Ökologischen Landbau ist die Tierhaltung eng an die hofeigene Futtergrundlage gebunden, denn Kraftfutter darf nur sehr begrenzt zugekauft werden. Auch die tierischen Ausscheidungen sind somit an die Betriebsfläche angepasst. Die nötige Stickstoffzufuhr geschieht im wesentlichen durch Leguminosen (Klee, Luzerne, Ackerbohnen, usw.), die den Luftstickstoff nutzbar machen können. Durch diesen nahezu geschlossenen Nährstoffkreislauf ist der Stickstoff ein wertvolles Gut, mit dem sparsam umgegangen werden muss.
Ziel der Stadtwerke Schaumburg-Lippe ist es, in Ergänzung der positiven Zusammenarbeit mit den konventionellen Landwirten, den Ökologischen Landbau in den Wasserschutzgebiten auszuweiten. Doch dieser kann nur wachsen, wenn die durch ihn erzeugten Produkte auch einen Markt finden und so für die Landwirtschaft eine neue Einkommensquelle erschlossen wird.
Mit dem auch durch die Stadtwerke Schaumburg-Lippe getragenen Pilotprojekt EGEA werden neue Absatzwege für Öko-Produkte gesucht.
Schauen Sie doch einmal anhand des EGEA-Einkaufs- und Gastronomieführers, wo Sie in Ihrer Nähe leckere Erzeugnisse aus dem Ökologischen Landbau finden.
Das Pilotprojekt EGEA wird durch das Land Niedersachsen finanziert und durch die Interessengemeinschaft der Wasserversorgungsunternehmen Weser getragen (IG Weser = Stadtwerke Bad Pyrmont, Schaumburg-Lippe, Hameln, Hess. Oldendorf, Rinteln und das Wasserwerk Emme).
Trinkwasser - Das Ziel: Wasserschutz
Trinkwasser - Das Ziel: Wasserschutz

- Anbau von Zwischenfrucht nach Ernte um winterlichen Auswaschungen vorzubeugen

- Motivation zum Engagement im

- Gewässerschutz durch Einzelgespräche und Gruppenberatungen
Dem Wasser verpflichtet
In den Wasserschutzgebieten der Stadtwerke Schaumburg-Lippe haben sich die Landwirte auf ausgesuchten Flächen (ca. 700 ha) vertraglich zu einer besonders gewässerschonenden Bewirtschaftung verpflichtet. So wird zu bestimmten Kulturen weniger Stickstoff gedüngt. Nach der Ernte werden Zwischenfrüchte angebaut. Zwischenfrüchte binden den Stickstoff im Pflanzenbestand und bewahren ihn dadurch vor der winterlichen Auswaschung.
Motivation durch Aufklärung
In Einzelgesprächen und Gruppenberatungen, durch Versuchsanstellungen und Demonstrationsflächen werden die Landwirte über geeignete Anbaumethoden zum Schutz des Grundwassers informiert. So steigt die Bereitschaft, sich freiwillig für den Gewässerschutz zu engagieren.
Weniger ist mehr
Rund 33 ha besonders sensible Flächen rund um ihre Förderbrunnen haben die Stadtwerke Schaumburg-Lippe erworben. 20 ha konnten zugepachtet werden. Auf allen Flächen wird eine standortangepaßte Nutzung etabliert, die dem Boden mehr Stickstoff entzieht, als ihm durch Düngung zugeführt wird. Das wirkt sich positiv auf die Nitratkonzentration im Grundwasser aus.
Nutzung der Flächen im Besitz der Stadtwerke Schaumburg-Lippe:
Art | Nutzung in % |
Extensive Grünlandnutzung |
66
|
Ökologischer Landbau |
15
|
Gewässerschonende Fruchtfolgen |
15
|
Hecken, Feldgehölze |
4
|
Der Erfolg läßt sich messen
Seit Anfang der 90er Jahre wurden die Bemühungen um eine gewässerschonende Bewirtschaftung intensiviert. Doch was hat dieses Engagement gebracht? Durch spezielle Sondierbohrungen läßt sich nachvollziehen, ob bereits positive Wirkungen erkennbar sind.
Das Ergebnis: Im Sickerwasser ist die Nitratkonzentration seit Beginn der intensiven Beratung bereits deutlich zurückgegangen. Das zeigen Messungen, die alle 5 Jahre nach Beginn der Beratung auf ausgewählten Flächen wiederholt wurden. Diese Tendenz wird hoffentlich bald auch im Grundwasser
Trinkwasser - Dem Nitrat auf der Spur
Trinkwasser - Dem Nitrat auf der Spur

- Blockbild WSG Großenwieden (größeres Bild als Download am Artikelende)

- Messstellen im Wasserschutzgebiet

- Nitratkonzentrationen in Grünland und Acker
Wissen-schaf(f)t Wasser
Nitrat ist ein wasserlösliches Stickstoffsalz, das mit dem versickernden Wasser in tiefere Bodenschichten verlagert wird. In einem durch das Land Niedersachsen geförderten Pilotprojekt sollen Bereiche im Wasserschutzgebiet Großenwieden (siehe Blockbild rechts) identifiziert werden, die besonders zur Nitratbelastung im Grundwasser beitragen. Dies erfolgt in interdisziplinärer Zusammenarbeit der Arbeitsgruppen Hydrogeologie, Bodenkunde und Landwirtschaft. Die Ergebnisse dienen dazu, auf diesen Flächen künftig ökologisch und ökonomisch sinnvolle Maßnahmen zum Schutz des Grundwassers ergreifen zu können.
Wege des Wassers
Über eine Vielzahl von Meßstellen wird der Weg des Grundwassers zu den Förderbrunnen nachvollzogen. Zusätzlich wird mit speziellen Dreifach-Meßstellen die Tiefenverteilung des Nitrats in den einzelnen Stromkanälen des Grundwassers bestimmt. Werden dessen Wege zurückverfolgt, gibt dies Hinweise auf Areale mit vermutlich hoher Nitratkonzentration im Sickerwasser. Hier finden Sondierbohrungen statt, um genaue Zielflächen für weitergehende Schutzmaßnahmen zu ermitteln.
Unterschiedliche Böden
Im Wasserschutzgebiet Großenwieden gibt es zu über 80 % tiefgründige, lehmige Böden mit einer geringen Nitrat-Austragsgefahr. Die Vorräte der Böden an organischer Substanz und damit auch an Stickstoff weisen aber von Natur aus Unterschiede auf. So kann die Nitratfreisetzung der humusreichen Auenböden in der Weserniederung deutlich höher sein als die der höher gelegenen Lößböden.
Unterschiedliche Nutzungen
Auch die Art der Nutzung spielt für den möglichen Nitrataustrag eine erhebliche Rolle.
Extensiv genutztes Grünland weist geringere Nitratkonzentrationen im Sickerwasser auf als grundwasserschonend bewirtschaftetes Ackerland.
Wie die nebenstehende Grafik zeigt, weist extensives Grünland nur eine Nitratkonzentration von 5 mg/l auf. Ackerland weist dagegen eine Nitratkonzentration von 48 mg/l auf.
Anmerkung:
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Trinkwasser - Klar aus der Leitung
Trinkwasser - Klar aus der Leitung
Aber wie kommt es dorthin? Die Stadtwerke Schaumburg-Lippe GmbH versorgen die Einwohner in weiten Teilen des Schaumburger Landes mit Trinkwasser. Insgesamt werden im Versorgungsgebiet ca. 75.000 Einwohner mit unserem Trinkwasser beliefert.
Und wo kommt es überwiegend her?
Im Untergund der Weserniederung stehen mächtige Sand- und Kiesschichten an. Sie wurden von den Schmelzwasserströmen während der letzten Eiszeit zurückgelassen und bilden einen ergiebigen Grundwasserspeicher. Hieraus wird ein Großteil des Schaumburg-Lipper Trinkwassers aus ca. 14 m Tiefe gefördert. Zu dessen Schutz wurden zwei Wasserschutzgebiete ausgewiesen.
Vor allem aus hygienischen Gründen wurden die Wasserschutzgebiete nach der Entfernung zu den Brunnen in drei Zonen aufgeteilt, die abgestufte Anforderungen an eine gewässerschutzorientierte Nutzung stellen. Während die Zonen II und III überwiegend landwirtschaftlich genutzt werden, ist in der Zone I direkt am Brunnen jegliche Nutzung untersagt.
Flächennutzung in den Wasserschutzgebieten Engern/Ahe und Großenwieden in %:
Wald
| 15 |
Siedlung
| 17 |
Landwirtschaft
| 68 |
Anmerkung:
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Trinken, Kochen und Zähne putzen mit einer Trinkwasseralternative
Trinken, Kochen und Zähne putzen mit einer Trinkwasseralternative
Was kostet der Einsatz einer Trinkwasseralternative?
Haben Sie sich einmal Gedanken darüber gemacht was die Nutzung einer Trinkwasseralternative für Sie und Ihren Haushalt bedeuten würden?
Sicherlich nicht, denn wir liefern Ihnen ja jederzeit Trinkwasser in höchster Qualität zu einem geringen Preis in's Haus.
Da macht man sich über so ein Thema eigentlich gar keine Gedanken! Wir haben es aber einmal für Sie getan und möchten Ihnen gern das Ergebnis unser Beispielrechnung kurz erläutern.
Bei unserer Modellrechnung haben wir einen Drei-Personenhaushalt zu grunde gelegt. Es wurde unterstellt, dass man zum Trinken, Kochen und Zähne putzen auf eine Trinkwasseralternative zurückgreift. Dann wurden die Gesamtkosten des jeweiligen Bereiches ermittelt.
Abschließend stellte man die Jahreskosten für beide Nutzungsbereiche gebenüber und es ergab sich ein Kostenvorteil von ca. 3.005 €/Jahr zugunsten des Wassers aus der öffentlichen Wasserversorgung. Mit anderen Worten ausgedrückt entstehen beim Einsatz einer Trinkwasseralternative Kosten in Höhe von ca. 3.020 €/Jahr, beim Einsatz von Wasser aus der öffentlichen Wasserversorgung dagegen nur ca. 15 €/Jahr.
Wie preiswert Trinkwasser gegenüber einer Trinkwasseralternative in der Nutzung ausfällt, das hat dann selbst uns überrascht.
Die Details entnehmen Sie bitte dem Anhang in Form einer PDF-Datei. Bitte beachten Sie, dass zum Öffnen der Datei das Programm Adobe Acrobat Reader benötitgt wird. Einen entsprechenden Download-Link finden Sie im Bereich Impressum.
Trinkwasser - Erläuterungen
Trinkwasser - Erläuterungen
Der Trinkwasserpreis setzt sich aus dem monatlich berechneten Grundpreis und dem Arbeitspreis zusammen.
Das konnten Sie bereits dem/den Tarifblatt/Tarifblättern entnehmen.
Warum heißt es denn nun Grundpreis und wofür wird er erhoben, werden Sie sich sicherlich fragen?
Ganz einfach:
1) Der Grundpreis hat seinen Namen auf Grund des § 3 der PAngV (Preisangabeverordnung) erhalten. Die PAngV (Preisangabeverordnung) verpflichtet zur Angabe eines Grundpreises. Der Gesetzgeber vertritt hierzu die Ansicht, dass der Grundpreis in erster Linie der Preistransparenz und damit dem Wettbewerb dient. Die Grundpreisangabe soll tendenziell preisdämpfend wirken.
2) Er wird für die Bereitstellung der Anlagen erhoben, da wir ja das Trinkwasserleitungsnetz und die darin befindlichen Anlagen instandhalten müssen. Vergleichen Sie es z.B. einfach mit monatlichen Leasingkosten für ein Automobil. Der Fachmann spricht hier auch von sogenannten fixen zu deutsch festen Kosten.
Und was es mit dem Arbeitspreis auf sich hat möchten Sie sicherlich jetzt auch wissen?
Ganz einfach:
Der zweite Preisbestandteil Arbeitspreis wird für die abgenommenen Kubikmeter (m³) erhoben. Vergleichen Sie es z.B. einfach mit den Benzinkosten beim Auto. Der Fachmann spricht hier auch von sogenannten variablen zu deutsch veränderlichen Kosten.











